"Durch
die Abbildung von Abläufen und Prozessen wird unser auf Oracle AS
Portal basierendes Mitarbeiter-Portal zum Arbeitsinterface der Zukunft,
das unseren Mitarbeitern alle Informationen und Anwendungen für Ihre
tägliche Arbeit zur Verfügung stellt." - Werner Lehl, Leitung
Informations-Technologie, Heinrich Heine GmbH
Das
Versandhaus Heinrich Heine GmbH konzentriert sich als
Tochterunternehmen der international tätigen Otto Group auf die
Bereiche hochwertige Mode und exklusives Wohnambiente. Obwohl das
Unternehmen bereits seit längerer Zeit im Internet präsent ist, wurde
das Intranet bislang nur rudimentär genutzt. So waren zwar auf einigen
statischen Intranetseiten unterschiedliche Informationen über einzelne
Bereiche verfügbar, es wurden über das Medium aber soweit kaum
betriebliche Prozesse abgewickelt. Das Ziel bestand nun darin ein
Intranet-basierendes Mitarbeiter-Portal zu schaffen, das den
Mitarbeitern alle für ihre Tätigkeit erforderlichen Informationen und
Anwendungen in einer integrierten Oberfläche zur Verfügung stellt.
Dabei sollten Tätigkeiten ohne direkte Wertschöpfung vereinfacht sowie
der Aufwand für die Informationssuche reduziert werden. Ein zentraler
Punkt war dabei die Abbildung der verschiedenen Arbeitsabläufe und
Prozesse, wozu allerdings in einigen Fällen auch entsprechende
Prozessänderungen erforderlich waren. Dadurch ergeben sich dann
Vorteile wie kürzere Durchlaufzeiten, niedrigere Kosten und die
Vermeidung von Doppelaufwand.
Das Intranet als zentrale Informations- und Arbeitsplattform Auf der Basis von Oracle Portal 10g
und dem Oracle Application Server hat der Oracle Partner virtual7 für
Heinrich Heine ein Intranet-Portal entwickelt, das den Mitarbeitern
sowohl als zentrale Informationsplattform, als auch als
Arbeitsplattform dient. Durch ein eigens für das Portal entwickeltes
Content-Management-Modul auf Basis von Portalelementen ist eine
dezentrale Informationserstellung und -pflege möglich, so dass die
Aktualisierung der Informationen und Inhalte durch die jeweils
zuständigen Abteilungen erfolgen kann.
Das
Herzstück des Portals ist die personalisierbare myHeine-Seite. Hier
werden dem Mitarbeiter - abhängig von der jeweiligen Hierarchie und
Funktion - alle für die tägliche Arbeit erforderlichen Informationen
und Anwendungen zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeiter können sich die
benötigten Anwendungen selbst zusammenstellen und mittels eigener
Register übersichtlich strukturieren. Informationen wie das interne
Telefonbuch, ein internationales Wörterbuch, branchenspezifische
Nachschlagewerke oder tägliche News aus der Textilwirtschaft bis hin
zum interaktiven Routenplaner oder Einreise- und Visa-Bestimmungen sind
somit gebündelt über die Browser-Oberfläche verfügbar. Und zwar
unabhängig davon, wo diese Informationen liegen oder auf welchem System
sie gehalten werden. Zudem ist eine leistungsfähige Suchfunktion
vorhanden, die nach der Eingabe eines Suchbegriffs die jeweiligen
Ergebnisse wie bei Google präsentiert.
Führungskräfte
haben darüber hinaus Zugriff auf eine zentrale Genehmigungsmappe, in
der alle genehmigungspflichtigen Prozesse im Unternehmen
zusammenlaufen. Eine Nachrichtenmappe informiert zudem über den Status
wichtiger Vorgänge und ermöglicht somit einen schnellen Überblick
beispielsweise über die aktuelle Personalsituation.
Auch
der Zugriff auf alle wichtigen Anwendungen erfolgt mittlerweile über
das Portal. Dadurch müssen sich die Mitarbeiter nicht mehr einzeln in
die verschiedenen Anwendungen einloggen und die Wartung der Anwendungen
konnte deutlich vereinfacht werden.
Arbeitsprozesse vereinfachen und beschleunigen Verschiedene Arbeitsprozesse wurden soweit als möglich automatisiert,
wie beispielsweise das Stellen eines Urlaubsantrags oder
Genehmigungsprozesse. So sind für einen Urlaubsantrag anstatt bisher 30
Arbeitsschritte nur noch 3 Schritte notwendig. Ähnliche Verbesserungen
wurden bei der Auswahl und Buchung von Seminaren oder der
Abwesenheitsverwaltung erreicht. In diesem Zusammenhang wurde auch das
in der Personalverwaltung genutzte SAP-System eingebunden, wobei
Sollarbeitszeiten und Abwesenheiten täglich repliziert und abgeglichen
werden. Insgesamt konnten eine Reihe von Arbeitsprozessen deutlich
vereinfacht und beschleunigt werden, zudem wird mehr Transparenz
erreicht und es lässt sich in vielen Fällen Doppelaufwand vermeiden.
Zukunftssichere Lösung
Bereits bei der Konzeption der Lösung standen die Rentabilität und
Zukunftssicherheit im Vordergrund. Die verschiedenen betrieblichen
Prozesse wurden hierzu analysiert und falls notwendig entsprechend
angepasst, so dass sie mittels der eingesetzten modernen
Informationstechnologie im Intranet abgebildet werden konnten. Die
Prozesskosten einzelner Arbeitsabläufe im Unternehmen waren teilweise
extrem hoch und konnten durch den Einsatz der Intranetanwendungen
deutlich vereinfacht werden, was nicht nur Zeit- sondern auch
Kostenvorteile bringt. Aufgrund der hohen Akzeptanz bei den
Mitarbeitern und des Erfolgs dieses Portals sind bei Heinrich Heine
inzwischen mehrere Folgeprojekte geplant, bzw. schon in der
Realisierung, wie beispielsweise in den Bereichen
Arbeitszeitverwaltung, Ressourcenverwaltung und Facilitymanagement.
Warum Oracle? Bereits seit mehreren Jahren haben Heinrich Heine und die Otto Group
unterschiedlichste Produkte von Oracle im Einsatz. Aufgrund der
positiven Erfahrungen hinsichtlich Performance, Zuverlässigkeit und
Funktionalität fiel die Wahl auf Oracle Portal, was außerdem wegen des
Funktionsumfangs und der einfachen Implementierung als die optimale
Lösung für das neue Mitarbeiter-Portal angesehen wurde.
Warum virtual7? virtual7
zeichnet sich durch umfangreiches Know-how in den Bereichen
Prozessoptimierung und Rationalisierung betrieblicher Prozesse aus und
hat die Heinrich Heine GmbH schon bei mehreren anderen Projekten
unterstützt. Da virtual7 zudem über Erfahrungen mit den bei Heinrich
Heine eingesetzten Oracle Produkten verfügt, war dies der ideale
Partner für die Realisierung eines derartigen Projekts.
Implementierungsprozess In
enger Zusammenarbeit der Berater von virtual7 sowie den Fachabteilungen
und der IT-Abteilung von Heinrich Heine wurden die betrieblichen
Prozesse überarbeitet und in die webbasierten Anwendungen des Portals
integriert. Die Abläufe wurden in Oracle Workflow modelliert und in
Java-Applikationen integriert, wodurch eine einfache Wartbarkeit,
Zukunftssicherheit und Wiederverwendbarkeit garantiert werden konnte.
Das Projekt wird bei Heinrich Heine dabei aber nicht als abgeschlossen
betrachtet, sondern viel mehr als kontinuierlicher Integrationsprozess,
so dass das Mitarbeiter-Portal stetig weiterentwickelt und erweitert
wird. |